Von Bäuerinnen empfohlen - traditionell & saisonal

Tradition - Brauchtum - Geschichte

Viele köstliche, traditionelle Rezepte haben nicht zufällig Bekanntheit und Bedeutung erlangt, sondern sind ein kulinarisches, historisches Abbild der Geschichte, der Berufe, der Zutatenverfügbarkeit, des ländlichen Lebenszyklus sowie des bäuerlichen und kirchlichen Jahreskreises. In der regionalen Küche hängen Tradition und Regionalität sehr stark zusammen.

Insbesondere deshalb, weil alle Regionen in Österreich vom Weinland bis hin zu Gletschern klimatisch bedingt sehr vieles zu bieten hat. Aus dem, was schon immer regional gewachsen ist entstanden auch die regionalen Speisen und somit auch die traditionellen Speisen. Die Vielfalt erstreckt sich von traditionellen Alltagsspeisen bis hin zu Festtagsgerichten. Diese haben sich den Regionen tief verankert und werden noch heute vielfach gelebt. Nicht umsonst haben die Menschen heute immer wieder Lust auf Oma`s Küche und sehnen alleine die würzigen und süßen Küchendüfte herbei. Diese Gedanken und Sehnsüchte erfüllen uns mit einem schönen Maß an Wohlgefühl, an Heimat, an Geborgenheit und Genuss.

Brauchtum - Traditionen bewahren

Die Seminarbäuerinnen sorgen dafür, dass altes Brauchtum und althergebrachte Rezepte nicht vergessen wird. Natürlich werden die Rezepte zeitgemäß und modern interpretiert. Hier erfahren Sie zu einzelnen bekannten Rezepten und Rezeptfamilien das nötige Hintergrundwissen zur Entstehung und Herkunft dieser kulinarischen Leckerbissen.

Dies gilt es auch zu erhalten. Erhalten können wir all das aber nur, wenn wir es leben und den nächsten Generationen weitergeben. Diese Rezeptseite schafft es, österreichweit die besten traditionellen Rezepte für alle festzuhalten und erlaubt einen Zugriff für alle Nutzer. Hier finden sie mehr als nur die Rezepte der klassischen österreichischen Küche, die oft mit der Wiener Küche gleichgesetzt wird. Die regionalen Ausprägungen entstanden wie erwähnt durch die von der Natur zugelassenen Lebensmittel, die regional gedeihen und durch die Einflüsse nahegelegener Länder und deren Kochtraditionen. So kocht und bäckt man im Burgenland anders als in Kärnten oder Oberösterreich. Beachtenswert ist zusätzlich, dass die Rezepte und deren besondere Geschmäcker über Generationen beim Haus bzw. Hof bleiben. Neue Einflüsse in den Häusern halten dann Einzug, wenn beispielsweise durch Einheirat heimatliche Spezialitäten ins Haus mitgebracht werden und zu neuen Traditionen werden.

Filter für Anlässe

Für die großen jahreszeitlichen Anlässe wie Fasching, die Fastenzeit, Ostern sowie Advent & Weihnachten stehen Ihnen eigene Rezeptfilter zur Verfügung.

Bundesländertraditionen

Karte Österreich mit Produkte

Wir kennen aus allen Bundesländern die eine oder andere Spezialität bzw. ordnen gewisse Speisen und Gebäcke diesen im Besonderen zu. Wer Regionen besucht, möchte diese regionalen und traditionellen Schmankerln auch genießen. Durch den Einzug der internationalen Küche wird es immer schwieriger, diese Besonderheiten der Regionen zu finden. Es muss wieder so werden, dass die Regionen vermehrt zu ihren Spezialitäten stehen und diese vermehrt anbieten. Das darf auch in den Familien wieder verstärkt werden. Insbesondere ist aber auch die Gastronomie gefordert, sich darauf zu besinnen. Urlaub am Bauernhofbetriebe können mit einem regionalen Frühstück sicher auch punkten, auch wenn es einmal ein Sterz am Morgen ist.

Auszug aus den Bundesländertraditionen

Burgenland

Burgenland Karte

Das Burgenland wird durch die Nachbarschaft mit Ungarn vielfach mit der pannonischen Küche in Verbindung gebracht. Es gibt mehr Fisch und Geflügel gepaart mit viel Gemüse wie Paprika und Tomaten (z.B. Gefüllte Paprika mit Paradeissoße). Gänse (z.B. Ganslsuppe mit Bröselknödel) bzw. die Gänseleber haben nirgendwo eine derartige Tradition in Österreich. Kraut- und Kohlgerichte (z.B. Pannonische Krautpalatschinken), sowie Bohnen sind im Burgenland oft zu finden. Die Gans wird nicht nur als Martinigans rund um den 11. November zubereitet, sondern ist auch ein sehr typisches Weihnachtsessen. Das Burgenland ist Österreichs Rotweinland Nr. 1 und auch das Land der tollen Hochzeitsbäckerinnen, die wunderbare Mehlspeisen zubereiten (z.B. Burgenländerkipferl oder Nussecken).  Weitere Rezepte aus dem Burgenland ...

Kärnten

Karte Kärnten
Mit Kärnten werden natürlich die bekannten Spezialitäten der Kärntner Kasnudeln und des Reindlings verbunden. Die Kasnudeln bekommen ihre besondere Würze durch die braune Minze oder Nudelminze. Die Topfenfülle kann davon abgeleitet werden, da Kärnten immer ein milchreiches Land war und Topfen somit leicht selbst hergestellt werden konnte. Als kräftiges Essen ist die Frigga bekannt, welches früher von den Holzknechten selbst zubereitet wurde. Dazu verwendet werden viel Speckwürfel, Käsescheiben und Eier. Das bekannte Ritschert, ein Bohnen- und Rollgersteintopf wird mit Kärnten verbunden. Süße Krapfen (z.B. Ausgezogene Bauernkrapfen) mit Mohnfülle und die Kirchtagssuppe - auch gelbe Suppe – genannt sind typisch für die Kirchtage. Kärnten ist wie Osttirol das Land des „Hadn“ – Buchweizen oder auch Heiden genannt (z.B. Had'nroulade). Weitere Rezepte aus Kärnten ...

Niederösterreich

Karte Niederösterreich
Niederösterreich wird vielfach mit den regionalen Produkten wie der Wachauer Marille, dem Marchfelder Spargel (z.B. Spargel-Brokkoli Auflauf) oder dem Waldviertler Mohn  verbunden. Es ist gelungen, diese Produkte durch die Regionsbezeichnungen zu wahren und Besonderheiten zu stilisieren, die sie ja auch sind. Natürlich gibt es dazu dann regional auch die entsprechenden beliebten Gerichte wie die Marillenknödel (z.B. Obstknödel), Waldviertler Knödel bzw.  Mohnnudeln, Mohntorten (z.B. Kürbis-Graumohntorte oder Waldviertler Mohntorte) oder den Mohnstrudel mit Erdäpfelteig. Auf Grund der Größe des Landes mit großen landwirtschaftlichen Unterschieden gibt es unterschiedliche Regionalküchen. Der Einfluss der Wiener Küche ist in Niederösterreich insbesondere rund um Wien deutlich spürbar, was aber auch positiv zu sehen ist. Ein guter Tafelspitz und herzhaftes Wiener Schnitzel (z.B. als Variation Schweinsschnitzel im Mohn-Dinkelbackteig) zählen immer zum genussvollen Essen. Manche Gerichte, wie die in Niederösterreich weit verbreitete Saumaise (Faschierte Fleischknödel mit Innereien im Schweinsnetz), sind auch in Kärnten in ähnlicher Zubereitung als Maischalan zu finden. Diese Ähnlichkeiten sind auch immer wieder zu findend. Weitere Rezepte aus Niederösterreich ...

Oberösterreich

Karte Oberösterreich
Das Knödelland Oberösterreich benachbart mit Bayern und Böhmen bietet in dieser Hinsicht eine große Vielfalt dieser runden Genüsse mit verschiedensten Teigen und Füllungen (z.B. Bärlauchknödel, Spinatknödel, Wildererknödel, Leberknödel oder süße Obstknödel). Denkt man in Oberösterreich an eine typische Jause, so fällt einem sofort der berühmte und schmackhafte Erdäpfelkas ein. Dies ist ein Erdäpfelaufstrich mit gekochten Erdäpfeln und Rahm, mancherorts auch mit geröstetem Speck (z.B. Erdäpfel-Leinölaufstrich). Die Jause spielt in Oberösterreich überhaupt eine große Rolle. Neben der sogenannten Brettljause ist in Oberösterreich die Essigwurst bzw. die Maurerforelle bekannt. Diese ist eine saure Knackwurst mit Zwiebel. „Bratln“ verschiedenster Art gehören ebenso zum Schweinland Oberösterreich. Als süße Köstlichkeit ist die Linzer Torte weitum bekannt. Zu dem zeichnet sich Oberösterreich als Mostland (z.B. Mostsuppe, Wilderer Mostpfandl oder Mostlandl Pfanne) besonders aus. Weitere Rezepte aus Oberösterreich ...

Salzburg

Salzburg Karte

Eine für ganz Salzburg typische Küche mit unverkennbaren Gerichten gibt es im Grunde genommen nicht, jeder Landesteil zeichnet sich vielmehr durch eigene Spezialitäten aus. So präsentiert sich die Pinzgauer Küche durchwegs fleischlos, aber dennoch überaus deftig mit Gerichten aus Käse, Mehl, Butter und Schmalz wie den Pinzgauer Kasnocken oder den Kaspressknödeln. Was die Kasnocken für die Pinzgauer sind, sind für die Pongauer die Fleischkrapfen und Bladln – ein mit Roggenmehl zubereiteter Teig, zu Dreiecken geschnitten, in Fett herausgebacken und mit Sauerkraut serviert. Nocken (Nudeln) in sämtlichen Variationen werden in allen Teilen des Landes kredenzt - ganz besonders gerne genießen die Salzburger ihre Nocken, auch mancherorts Nidei genannt,  als Süßspeise serviert mit verschiedenen Beeren (z.B. Schwarzbeernocken) oder Äpfel, Birnen und Kirschen. Frischer Fisch wird, geographisch bedingt, meist nur rund um die Stadt Salzburg, im Flachgau und Salzkammergut auf dem Speiseplan zu finden sein. Weitere Rezepte aus Salzburg ...

Steiermark

Karte Steiermark
Die Steiermark wird beim Gedanken an Essen sehr rasch mit dem Schwarzen Gold, dem Kürbiskernöl (z.B. Kürbissuppe Tricolore oder Presskopf mit Kürbiskernöl) in Verbindung gebracht. Dadurch, dass die Steiermark klimatisch bedingt – vom Weinland bis zum Gletscher – eine große Lebensmittelvielfalt gedeihen lässt, gibt es wie auch anderswo viele regionale Spezialitäten. Hohe Tradition hat in der Steiermark der Steirerkäse in zwei verschiedenen Variationen. Im Ennstal wird der Ennstaler Steirerkäse als gereifter Bröselkäse zubereitet. Im Murtal ist es ein aus gereiftem Magertopfen mit Kümmel zubereiteter Kochkäse (z.B. Brotstrudel mit Murtaler Steirerkäse). Dieser ist ähnlich dem Glundner Käse der Kärntner Nachbarn. Eine sehr alte Tradition haben die verschiedenen Sterzgerichte und Tommerl (z.B. Erdäpfelsterz mit Mohn oder Türkensterz mit Grammeln), die heute vielfach als Aufläufe bezeichnet werden. Weitere Rezepte aus der Steiermark ...

Tirol

Tirol Karte
Tirol als Land des Speckes und dieser findet sich auch in vielen Speisen wieder. Auch Knödel in verschiedenster Art habe eine lange Tradition in der Küche Tirols. Die Knödelvielfalt abgesehen vom Tiroler Speckknödel wird in Suppen, als Hauptspeise oder auch als Beilage serviert. Der Graukäse ist der bekannteste Käse aus dem Tirolerland. Dieser ist würzig scharf und wird für Kasnocken verwendet oder sauer als Salat gegessen. Auch in Tirol ist wieder festzustellen, dass jene Lebensmittel verwendet werden, die dort gedeihen. Erdäpfel finden sich im Tiroler Gröstl wieder, welches in ganz Österreich sehr beliebt ist. Schmalzgebackene Krapfen sowohl süß als auch pikant gefüllt sind überaus beliebt und dürfen auf keinem traditionellen Fest fehlen. Von den Almen ist das Melchermuas als typisches Gericht sehr bekannt. Das ist ein sehr kräftiger, gebratener Mehlsterz. Weitere Rezepte aus Tirol ...

Vorarlberg

Karte Vorarlberg
Vorarlberg und Käse sind untrennbar miteinander verbunden. Die Viehwirtschaft in Vorarlberg dient weniger der Fleischproduktion, aber umso mehr der Milchproduktion. Vorarlberger Bergkäse und auch andere Käsearten haben insbesondere auf allen Almen eine sehr lange Tradition und diese wird bis heute ungeteilt gelebt (z.B. Montafoner „Sura Kees“-Rahmsuppe mit Käse-Grießnockerln). Beeinflusst ist die Vorarlberger Küche wieder von den angrenzenden Ländern und hat einen alemannischen Einschlag. Knöpfe (z.B. Montafoner Krutknöpfli (Krautspätzle)), Spätzle und Küachle (z.B. Öpfelküachli oder Vorarlberger Funkaküachli) sind typische Bezeichnungen für Vorarlberger Spezialtäten, wobei der Käse beinahe immer mit dabei ist. Weitere Rezepte aus Vorarlberg ...

Wien

Karte Wien
Typisch für die Wiener Landwirtschaft und die Kulinarik sind die umliegenden Weingärten, Obst- und Gemüsebetriebe sowie städtische Imkereien. Typisch für der Wiener Landfrauen sind beispielsweise Wein- (z.B. Weinsuppe und Gemüsegerichte (z.B. Antipasti-Gemüse oder Wiener Karfiolauflauf). Weitere Rezepte aus Wien ...

Quellen für die Bundesländerübersicht: Zusammenstellung aus dem Erfahrungsschatz von Ing. Eva Maria Lipp unter zu Hilfenahme des Wissens der Seminarbäuerinnen und ReferentInnen aus den Bundesländern sowie Wikipedia.

Seminarbäuerinnen - Wissen weitergeben

Das ist nur ein kleiner Überblick quer durch alle Bundesländer. Aufrechterhalten werden diese traditionellen Gerichte insbesondere im bäuerlichen Alltags- und Festtagsleben. Das Wissen wird durch unsere Bäuerinnen an die nächsten Generationen weitergegeben. Viele Menschen genießen bei verschiedenen Festen in den Ortschaften diese Besonderheiten immer sehr.

Regionalen Geschmack erhalten!

Dies ist nur möglich, wenn wir diese Spezialitäten mit den besonderen Traditionen aufrechterhalten. Darum muss das Wissen dahingehend erhalten werden, indem es weitergegeben wird. Wer sein Wissen teilt, hat selbst nicht weniger. Aber viele andere haben dadurch mehr und können so mithelfen die Traditionen in den Küchen der Ortschaften, Regionen und Länder zu erhalten. Damit wird einer Globalisierung des Geschmackes entgegengetreten, die durch die große Menge an Fastfood ohnehin schon lange Einzug gehalten hat. Die gesündere Entwicklung wäre, wenn wir wieder zu unseren Wurzeln der Kulinarik zurückfinden und diese Gerichte können dann ja auch den heutigen Ernährungsbedürfnissen angepasst werden. Das wäre ein wahrer Gedanke im Sinne der Nachhaltigkeit für die Umwelt, für die Gesundheit, für das Familien- und Ortsleben und für besondere Feste und Feiern im Lebens- und Jahreslauf.

 

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